Stipendiumswettbewerb 2019: hier erfährst du mehr

Studentenportrait

Portrait
Sarah aus Berlin

Studium Illustrationsdesign

Wie lange lässt sich ein Berufswunsch zurückstellen? Bei Sarah waren es fast zehn Jahre. Der Weg der gelernten Krankenschwester von ersten – familiär bedingten – künstlerischen Gehversuchen bis zum Illustrationsstudium war durchaus kurvenreich. „Das Kreative in mir habe ich von meiner Großmutter. Ihre abstrakte Malerei in Aquarell- und Acryltechnik hat mich beeindruckt. Sie hat mir gezeigt, wie Linolschnitt funktioniert und mich immer zum Zeichnen animiert.“ 

Familie und Lehrer haben Sarah dann doch den künstlerischen Berufswunsch ausgeredet – zugunsten einer medizinischen Laufbahn. Einmal mehr hat sich das Vorurteil der brotlosen Kunst durchgesetzt. Ein Medizinstudium schien vernünftiger und für die Tochter zweier Ärzte selbstverständlich, eine vorgeschaltete Ausbildung in der Krankenpflege folgte. Bis sich letztes Jahr das Blatt wendete: „Ich habe bestimmte Qualitätsvorstellungen, egal ob beim Zeichnen oder in der Krankenpflege. Im Krankenhaus begann ich an meinem Berufswunsch zu zweifeln und umzudenken. Zu groß war meine Unzufriedenheit mit dem bestehenden Gesundheitssystem.“

Dann ging alles sehr schnell. Sarah besuchte die Semesterausstellung der AID, nahm am Probestudium teil und fühlte sich sofort wohl. Inzwischen hatte auch ihre Familie Unterstützung für den Richtungswechsel zugesichert. Bestätigung für ihr Talent erfuhr Sarah auch durch ihre Teilnahme am Stipendiumswettbewerb ´Schlauer Fuchs gesucht!´ „Mein Beitrag brachte mich ins Finale. Auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat, freue ich mich für meine heutige Kommilitonin. Die Gewinnerin ist gelernte Krankenschwester genau wie ich.“

Fazit der ersten Semesterwoche? „Ich mag die familiäre Atmosphäre, vermutlich geht es an einer Uni viel anonymer zu. Trotzdem ist unser Semester sehr international besetzt und es gibt noch einen Nebeneffekt: Nach Jahren in einem eher von Frauen dominierten Beruf, freue ich mich, hier auch von Männern umgeben zu sein!“

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