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Studentenportrait

Portrait
Maike aus Berlin

Studium Illustrationsdesign und Online-Studium Bachelor of Arts

Du studierst parallel zur Ausbildung an der AID Berlin im Online-Studiengang unseres Partners, der Diploma Hochschule. Wie geht das?

Ich möchte die Chance nutzen, als angehende Illustrationsdesignerin zusätzlich den Titel „Bachelor of Arts (B.A.)“ zu erlangen. Da die Diploma Hochschule so viele Module meines Studiums anerkennt, brauche ich dafür nur vier Semester. Ich bin gerade mit meiner Abschlussarbeit an der AID Berlin beschäftigt, den Online-Studiengang absolviere ich einfach parallel von zu Hause aus.

Warum zwei Qualifikationen? Reicht dir die Ausbildung im Illustrationsdesign nicht aus?

Ich erfahre nochmal eine andere Seite des Studierens – neben meiner sehr praxisnahen Ausbildung, die mich auf den Berufseinstieg ausreichend vorbereitet hat. Hinzu kommt nun die theoretisch-gedankliche Auseinandersetzung mit Entwurfsthemen, das wissenschaftliche Arbeiten, wie es an Unis selbstverständlich ist. Das Studium ist eher marketingorientiert, Konzepte werden entwickelt, zu jedem Projekt entsteht ein Exposé, das beispielsweise die Akquise bei Verlagen und Investoren erleichtert.

Was versprichst du dir noch von diesem zusätzlichen Studium?

Ich bin flexibel für spätere berufliche Veränderungen. Vielleicht ergibt sich aus diesem Studium eine Spezialisierung oder ich hänge ein Masterstudium ran. In jedem Fall werde ich mehr Optionen haben, egal ob ich als selbständige Illustratorin oder in einer Agentur tätig bin. Das gibt mir ein gutes Gefühl für die Zukunft.

Online zu studieren ist für viele eine neue Erfahrung. Auch für dich?

Am Anfang war ich sehr skeptisch gegenüber dieser neuen Lernform. Als ich das erste Mal einen Online-Classroom betreten habe, war ich dann doch positiv überrascht. Ich sehe meinen Dozenten bzw. meine Dozentin sowie alle anderen Seminarteilnehmer am Monitor und kann direkt mit Ihnen in Kontakt treten. Ich kann Präsentationen halten, Kommentare schreiben oder mich direkt zu Wort melden. Das ist nicht anders als im Präsenzstudium.

Ich bin samstags von 9.30 bis 17.30 Uhr von zu Hause aus online – eine intensive Zeit. Wir haben nur eine halbe Stunde Mittagspause. Da wird schon mal das Essen kalt, weil man zurück zum Unterricht muss. Zum Glück kann man auch mal die Kamera ausschalten und vorm Computer weiteressen. Das ist natürlich in den Räumen der AID Berlin nicht erlaubt!

Da scheint einiges möglich zu sein, was im „normalen“ Studium nicht geht.

Ja, es gibt tatsächlich Vorteile gegenüber dem Präsenzstudium. Erstens bestimme ich den Fortlauf des Studiums selbst. Ich kann das Unterrichtsvolumen meinen Bedürfnissen anpassen – „schneller“ studieren, wenn es mein Alltag zulässt oder das Studium strecken, wenn ich mal nicht genug Zeit habe. Wer durch Job, Familie etc eingespannt ist, kann sich das Studium zeitlich flexibel einteilen und auch den Zeitpunkt der Abschlussarbeit selbst bestimmen. Mein Planung sieht so aus, dass ich ein Jahr nach meinem AID-Berlin-Abschluss den Online-Studiengang abschließe. Ein besonderer Vorteil der Kooperation beider Schulen ist, das man in beiden Abschlussarbeiten das gleiche Thema bearbeiten kann.

Ein zweiter Vorteil ist die Unabhängigkeit vom Studienort. Nicht nur, dass man gemütlich „vom Sofa aus“ studieren kann – viele studieren unterwegs, auf Reisen, im Urlaub, von jedem Ort der Welt aus. Nicht selten loggen sich Teilnehmer im Classroom ein, die sich gerade in Schweden oder Japan befinden. Selbst ein Umzug führt normalerweise zum Studienabbruch. Für Online-Studenten kein Problem – das Studium zieht einfach mit um!

Muss du technisch speziell ausgerüstet sein?

Nein, eigentlich nicht. Die von der Uni gestellte Software funktioniert auf jedem Endgerät mit oder ohne integrierter Kamera – egal ob Smartphone, Laptop oder Tablet. Das erleichtert tatsächlich, von jedem Ort aus im Classroom dabei zu sein.

Wie sieht es mit dem Kontakt zu Kommilitonen und Dozenten aus? Vermutlich kennt man niemanden persönlich?

Seine Mitstreiter kann man bereits beim „Creative Camp“ persönlich kennenlernen. Das ist eine Auftaktveranstaltung der Hochschule, wo alle einmal zusammenkommen. Am diesem Tag begegnet man seinen Dozenten gleich persönlich. Weil ich mein Präsenzstudium an der AID Berlin mit dem Online-Studium kombiniere, habe ich die Möglichkeit, bestimmte Dozenten zweimal zu treffen. Die Illustratorin Annabelle von Sperber und den Programmlehre-Dozenten Andreas Rauth kann ich auch persönlich ansprechen, falls ich mal „online“ nicht weiterkomme. 

Auch zwischen den Studierenden geht es keinesfalls anonym zu. Wir haben eine What´s App Gruppe der AID Berlin gegründet, die semesterübergreifend funktioniert. Im gegenseitigen Austausch helfen wir uns bei der Einarbeitung in die Unterrichtssoftware und besprechen gemeinsam unsere Hausaufgaben. Ein Projektbeispiel: Im Fach Medienwissenschaften behandeln wir gerade die Funktionsweisen von Werbekampagnen. Zusammen mit Hanna und Laura aus meiner Gruppe nehme ich nun konkrete Unternehmen ins Visier und untersuche deren Kommunikation. Es ist sehr produktiv, mich mit anderen über die Ergebnisse auszutauschen.

Wir wünschen viel Erfolg und bedanken uns für das Gespräch!

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