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Studentenportrait

Portrait
Henry aus Lübeck

Lübeck – Berlin – Toronto? Die Hälfte des Vorstudienjahres, für das Henry nach Berlin gekommen ist, liegt hinter ihm. Er ist fast schon wieder am Koffer packen. Den Studienplatz für Kanada hat er bereits in der Tasche.

Gefragt nach seinen Wurzeln und den entscheidenden kreativen Anstößen, tauchen weitere Stationen in Henrys Leben auf: „Als Kind teilte ich mit meinem Vater die Leidenschaft für´s Erfinden, Basteln und Zeichnen. Autos, Fahrräder, Baumhäuser – ich hatte immer Projekte im Kopf.“ Daran sollte sich mit dem Umzug nach Australien nichts ändern. „Meine Mutter machte ihre Doktorarbeit zum Thema ´Creative Industries`. Ich begleitete sie zur Uni und beobachte, was dort entstand. Interaktive Anwendungen, Ausstellungskonzepte –  alles spannende Projekte, die mich interessierten und beeinflussten.“

Henrys Rückkehr nach Lübeck war zunächst ernüchternd. „Im Kunstunterricht wollte ich Bilder nach meinem eigenen Stil gestalten. Das kam schlecht an und wurde mit einer Fünf quittiert. Am Ende habe ich das Abi nicht angetreten und die Schule mit mittlerer Reife verlassen. Für mich kein Beinbruch, weil ich das Glück hatte, danach auf ein Internat in Kanada zu gehen.“ Die neue Schule in Toronto bot Fächer wie Design Technology und Business Management. „Meine Abiturarbeit – eine faltbare Trinkflasche – habe ich nicht zuletzt durch ein Geburtstagsgeschenk realisiert. Mit 18 bekam ich von meinem Vater einen 3D-Drucker geschenkt mit dem Kommentar: ´Junge, das ist die Technik der Zukunft. Die musst du beherrschen!´ Beigebracht habe ich mir die Technik dann selbst und für meine Abschlussarbeit die höchste Note erhalten!“

Zu diesem Zeitpunkt war Henry noch nicht klar, wohin die berufliche Reise gehen soll. Er schwankte zwischen der kreativ-praktischen und der wirtschaftlich-theoretischen Seite des Designs. „Für mich den passenden Studiengang zu entdecken, war der Grund, zur AID Berlin zu gehen. Im Vorstudienjahr habe ich mich auf die handwerkliche Seite der Gestaltung konzentriert, mein Portfolio vorbereitet und eine Entscheidung getroffen. Meine Online-Mappe für den Bachelor-Studiengang Industriedesign am Humber College Toronto hatte Erfolg!“

Studienplatz in der Tasche bedeutet nicht, die Hände in den Schoß zu legen. Noch laufen die aktuellen Projekte an der Akademie und den Kontakt zu den Kommilitonen möchte Henry auch nicht vermissen. „Hier habe ich mir ein Netzwerk aufgebaut. Spannende Menschen, die in ganz unterschiedlichen Designbereichen arbeiten werden. Ich wünsche mir, mit vielen – beruflich oder privat – für lange Zeit in Kontakt zu bleiben.“

Bald wird für den Umzug nach Kanada gepackt. Wir wünschen viel Erfolg im kommenden Studium!

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