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Geisterzüge in Schwarzweiß
Ausstellung Graphic Novel Alois Nebel

Wieder eine Vernissage, die der AID Berlin ein volles Haus bescherte, wieder eine Ausstellung über den Stand zeitgenössischer Illustrationskunst und ihre wachsende kulturelle Bedeutung: Am Samstag gaben sich in der Ritterstraße zwei Künstler die Ehre, die es in ihrer tschechischen Heimat ? und nicht nur dort ? zu Berühmtheit gebracht haben.

?Alois Nebel?, eine unter anderem auch ins Deutsche übersetzte Graphic Novel von Jaroslav Rudi? und Jaromír ?vejdík (Künstlername: Jaromir 99), erzählt die Geschichte eines melancholischen Bahnangestellten aus dem nordtschechischen Flecken Bílý Potok, der in seinem abgelegen Bahnhof von dunklen Visionen aus 100 Jahren Vergangenheit ? Deutsche Besatzung, Vertreibung, Einmarsch der Sowjets 1968 - heimgesucht und so zum Medium der verdrängten europäischen Geschichte wird (Verlag Voland & Quist).

Das Buch begeisterte die Kritiker international; die Verfilmung war ein sensationeller Erfolg: Sie wurde mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet, für zwei Oscars nominiert und von Kritikern mit anderen Meilensteinen wie ?Waltz with Bashir? und ?Persepolis? in einer Reihe genannt: Animationsfilme, die ebenfalls ernsthafte und wichtige Themen verhandeln, ein seit Jahren anhaltender Kinotrend jenseits des bloßen Family Entertainment.

Jaroslav und Jaromir waren am Samstag in der AID Berlin und stellten ihr Werk gemeinsam im Rahmen einer Ausstellung mit zahlreichen Originalzeichnungen vor. Anschließend ging es im tschechischen Zentrum in der Mohrenstraße weiter, wo sich der zweite Teil der Ausstellung befindet. In den Räumen der AID Berlin ist die Ausstellung noch bis zum 22. Februar 2013 zu sehen.

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